Wie oft ertappen wir uns dabei, wie wir einen Raum verlassen und dabei vergessen die Lichter auszuschalten, das Fernsehgerät in Stand-by lassen oder uns mal schnell von Mama oder Papa zu Freunden fahren lassen, obwohl wir genauso gut, das Fahrrad nehmen könnten. Mir geht es dabei wahrscheinlich nicht anders, als vielen von uns. Klimaschützer zu sein ist ganz sicher nichts Einfaches. Im Gegenteil, es erfordert ein hohes Pensum an Aufmerksamkeit in unserem alltäglichen Leben.
Nehmen wir nun mal an, wir würden eine Woche lang, superaktiven Klimaschutz betreiben. Unsere Gewohnheiten genau unter die Lupe nehmen und versuchen sie zu ändern. Was wären wohl die Ergebnisse? Ist Klima schützen wirklich so schwer?
Schüler der Planet Erde AG haben sich eine Woche lang dieser Herausforderung gestellt. 10 Schüler haben eine Woche lang Klimaschutz betrieben und ihre Beobachtungen in einem Tagebuch notiert. Wir möchten euch eine kleine Auswahl an Tagebucheinträgen vorstellen:
Franziska (6. Klasse): “Heute gab es regionale Lebensmittel zum Mittagessen und ich habe nur öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Die elektrische Zahnbürste und der MP3-Player blieben heute aus.”
Maria (5. Klasse): “Heute bin ich nach den Hausaufgaben bei einer Freundin gewesen und habe leider vergessen den Radio in meinem Zimmer auszuschalten. Als ich nach Hause kam, war er immer noch an. In Zukunft möchte ich daran denken, den Radio auszuschalten.”
Felix (5. Klasse): “Ich habe gelernt, dass beim Baden viel mehr Wasser verbraucht wird als beim Duschen. Deswegen habe ich heute auf das Baden verzichtet und stattdessen eine kurze Dusche genommen.”
Lena (6. Klasse): “Mir ist aufgefallen, dass wir auch Recyclingpapier zu Hause haben. In Zukunft werde ich nur noch das benutzen. Nebenbei kam mir die Idee, dass ich das Papier auch von beiden Seiten beschreiben kann.”
Vanessa (6. Klasse): “Manchmal musste ich mich dazu überwinden das Fahrrad zur Schule zu nehmen anstatt mich mit dem Auto fahren zu lassen.”
Fazit: Wer wirklich das Klima schützen will, dem wird es wohl nicht ausreichen, nur die Lichter auszuschalten oder nicht mehr die Stand-by Funktion zu benutzen. Wer wirklich das Klima schützen will, muss auch lernen zu verzichten, eben seine Gewohnheiten ändern. Mehr langlebige Produkte, weniger Billigware, fleischreduzierte Kost, mehr Fahrrad, weniger Auto. So kann man das Klima wirklich schützen. Ganz davon abgesehen hat ein nachhaltiger Lebensstil noch viele andere positive Auswirkungen auf unsere Natur, wie nur der Klimaschutz.
*Da wir keine personenbezogenen Informationen der Schüler preisgeben möchten, wurden die Namen der Schüler und Schülerinnen in diesem Text verändert.
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